July 8-12, 2006
Vienna | Austria

 



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TÄGLICHE PRESSEMITTEILUNG

Pressemitteilungen werden hier während des FENS Forums veröffentlicht und täglich zwischen 8. Juli und 12. Juli 2006 aktualisiert


SPERRFRIST: Sonntag ,09. Juli, 00.01 Uhr
Kann eine einzelne Nervenzelle denken? Oder was hat Hirnforschung mit Jennifer Aniston zu tun?

Kalifornische Wissenschaftler haben entdeckt, dass einzelne Nervenzellen (Neuronen) in der Lage sind, eine Art Vorstellung von Dingen oder Personen zu entwickeln. Diese Forschung widerspricht der Auffassung der meisten Neurowissenschaftler, wonach einzelne Zellen nichts anderes sind, als kleine Pixel in einem großen, sehr komplexen System.

Dr. Christof Koch, California Institute of Technology (Caltech)

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SPERRFRIST: Sonntag, 09. Juli 2006, 00.01 Uhr
Sprache und Gehirn - Wie sich das Gehirn Alterungsprozessen anpasst

Ältere Menschen verarbeiten Sprache und Grammatik in Gehirn anders als junge Menschen. Wissenschaftler der Universität Cambridge haben entdeckt, dass diese Veränderungen das Sprachverständnis sicherstellen, auch wenn wichtige Teile des Gehirns degenerieren.

Professor Lorraine Tyler, Universität Cambridge, UK

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SPERRFRIST: Sonntag, 09. Juli 2006, 00.01 Uhr
Aussehen wie Britney Spears: Das Gehirn erkennt gesprochenen Unsinn in Millisekunden

Das Gehirn reagiert innerhalb weniger Millisekunden auf Sätze, die keinen Sinn machen oder für den Zuhörer
verwirrend sind, mit einem erhöhten Ausschlag im EEG.

Dr. Jos van Berkum, Universität von Amsterdam, Niederlande

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SPERRFRIST: Sonntag, 09. Juli 2006, 00.01 Uhr
Hartes Training Rückenmark kann sich doch teilweise regenerieren - Wie Nerven lernen, wieder zu arbeiten

Krankengymnastik kann Patienten mit Rückenmarksverletzungen helfen, ihre Nerven wieder zum Arbeiten zu bringen und sich wieder zu vernetzen. Damit können sich die mit der Erkrankung verbundenen Muskelkrämpfe und Zuckungen verringern, doch die Hoffnung, dass die Patienten selbständig gehen können, hat sich leider nicht erfüllt.

Dr. Susan Harkema, Universität Louisville, USA

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SPERRFRIST Sonntag, 09. Juli, 10:00 Uhr
Erforschen, wie das Gedächntis funktioniert Bedeutung der Neurowissenschaften mit Blick auf eine älter werdende Gesellschaft

Bei der Eröffnung des 5. Forums der FENS am 9. Juli in Wien, an dem über 5000 Neurowissenschaftler teilnehmen, sagte der Präsident der Federation of European Neuroscience Societies (FENS), jedem Forschungspolitiker müsse klar sein, dass die Neurowissenschaften in Europa einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das gesunde Gehirn und das erkrankte Gehirn zu verstehen.

Professor Tamás Freund, Präsident der Federation of European Neuroscience Societies (FENS)  

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SPERRFRIST: SONNTAG; 09. JULI 2006 · 13.00 UHR
Auch schwache Schmerzen können chronisch werden
Schmerzprävention ist wichtig Chronifizierungsprozesse lassen sich rückgängig machen

Auch schwache Schmerzsignale können das Nervensystem so verändern, dass die Pein zu einem ständigen Begleiter wird. Das belegen Untersuchungen am Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. Eine bessere Schmerzprävention, etwa nach Operationen, ist daher nötig, um solche Prozesse zu verhindern betonen die Wissenschaftler. Sie präsentieren auch Konzepte, mit denen sich die fatale Schmerzverstärkung rückgängig machen lässt.

Professor Jürgen Sandkühler, Zentrum für Hirnforschung, Medizinische Universität Wien

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SPERRFRIST: SONNTAG; 09. JULI 2006 · 13.00 UHR
Den Schmerz verlernen: Das Gehirn verarbeitet eine Vorstellung und nicht die Realität

Bei Patienten mit chronischen Schmerzen ist die Repräsentation des betroffenen Körperteils in der Großhirnrinde verändert. Das zeigen Untersuchungen der Arbeitsgruppe von Professor Herta Flor von der Universität Heidelberg. Auf dem Forum der europäischen Neurowissenschaften berichtet die Neuropsychologin, dass solche Veränderungen mit Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie rückgängig gemacht werden können.

Professor Herta Flor, Universität Heidelberg

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SPERRFRIST: Sonntag, 09. Juli 2006 · 13.00 Uhr
Kanadische Wissenschaftler entdecken Depressions-Gen

Kanadische Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, dessen Mutationen Menschen anfällig für schwere Depressionen machen kann. Sie sehen in der Entdeckung des Gens P2RX7 einen großen Durchbruch für die Psychiatrie.

Professor Nicholas Barden, Centre Hospitalier Université Laval (CHUL), Quebec, Kanada

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SPERRFRIST: Sonntag, 09. Juli 2006, 13.00 Uhr
Hoffnung auf neue und rascher wirkende Medikamente gegen Depressionen

Neue, Medikamente zur Behandlung von Psychosen und Depressionen scheinen vielversprechend, da die Substanzen offenbar rascher als herkömmliche Anti-Depressiva wirken. Die Substanz RU486 kann offenbar die strukturellen und funktionellen Veränderungen, die im Gehirn unter Stress und Depressionen auftreten, wieder normalisieren.

Dr. Paul Lucassen, Universität Amsterdam, Niederlande

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FRÜHERE MITTEILUNGEN:

SPERRFRIST: Donnerstag, 6. Juli 2006, 10.00 Uhr
Der Kosmos im Kopf im Fokus der Forschung

Das Gehirn, das komplexeste Organ der Natur, steht im Mittelpunkt des Forums der Föderation der europäischen neurowissenschaftlichen Gesellschaften (FENS), das vom 8.-12. Juli 2006 im Austria Center Wien stattfindet. Die Organisatoren erwarten mehr als 5000 Teilnehmer aus 76 Ländern. Damit ist dieser Kongress der bislang größte seit der ersten Tagung im Jahr 1998.
Professor Friedrich G. Barth, Universität Wien (Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neurowissenschaften)
Professor Klaus-Peter Hoffmann, Ruhr-Universität Bochum, (Präsident der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft e.V. Deutschland)
Professor Alois Saria, Universität Innsbruck (Vorsitzender des lokalen Organisationskomitees)

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SPERRFRIST: Samstag, 8. Juli 2006, 00.01 Uhr
1000 Proteine an Synapsen entdeckt Karte von Proteinnetzwerk erstellt
Forscher erhoffen sich neue Einblicke in die Vorgänge des Lernens

Forscher in Großbritannien haben an den Synapsen, jenen Verbindungsstellen, über die Nervenzellen miteinander kommunizieren, rund 1 000 Proteine entdeckt und eine Karte erstellt, die zeigt, wie diese Eiweiße miteinander interagieren. Sie stellten außerdem fest, dass Veränderungen (Mutationen) in den Genen, die dieses Proteinnetzwerk bilden, zu Lernschwierigkeiten führen können.

Professor Seth Grant, Wellcome Trust Sanger Centre, Cambridge, UK


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